MAKE IT CLEAR

Warum und Wann agiles Arbeiten Zeit spart!

Vor kurzem kam ich in einen Kreis von Selbstständigen, denen meine Themen Agiles Arbeiten und Digitalisierung sehr fremd waren. Sie wollten genau wissen, was ich als Trainerin und Agil Coach denn nun eigentlich tue? Sie konnten mit den Begriffen SCRUM, KANBAN oder OKR ebenso wenig anfangen wie mit der VUCA-Welt oder dem Mindset-Change. Erst durch die Erläuterung der Unterschiede zwischen klassischem Projektmanagement nach Wasserfall und agilem Projektmanagement nach SCRUM, das wesentlich besser auf den sich verändernden Markt eingehen kann, konnte ich meine Zuhörer erreichen. Auch die Aussage: „Wenn ihr heute ein Produkt entwickelt, muss es Online präsent und bestellbar sein.“ überzeugte die Runde hinsichtlich der Wichtigkeit meiner Trainingsthemen. Diese Unterhaltung stieß mich erneut auf diese Kernfragen:

Was heißt „Agiles Arbeiten“ eigentlich?

1) Agiles Arbeiten ist Individuen und Interaktionen basiert. Das heißt, dass jeder Einzelne sich aktiv einbringen kann. Dabei bietet ein agiles Arbeitsmodell bessere Möglichkeiten Ideen zu hören, zu prüfen, zu testen und umzusetzen.
2) Die Funktionalität des Produktes o.ä. ist entscheidend. Sie steht über jeglicher Dokumentation oder Vertragslage.
3) Kollaboration mit den Stakeholdern, insbesondere dem Kunden, steht im Fokus. Der stetige, iterative Check der Frage: „Sind wir auf dem richtigen Weg?“ steht im Vordergrund.
4) Agiles Arbeiten heißt, sich schnell auf eine veränderte Situation einlassen zu können. Um schnell auf Kundenwünsche reagieren zu können. Das frühzeitige Erkennen bzw. Setzen von Markttrends wird ebenfalls angestrebt.

ACHTUNG: Damit ist agiles Arbeiten klar definiert. Jede agile Methode peilt diese Ziele des agilen Manifestes an. Wenn Ihnen jemand mit der Bedeutung des Wortes „agil“ aus dem Duden kommt und dadurch die Herleitung agilen Arbeitens ableiten will hat er den Kern und die Historie agilen Arbeitens nicht verstanden.

Wieso soll eine agile Arbeitswelt so viel bringen?

Ein Praxisbeispiel dazu:

AGIL: Der Kunde möchte eine Produktänderung. Geschätzter Aufwand 1 Tag. Er bringt seinen Änderungswunsch einem agilen Team vor. Hier sitzen unterschiedliche Experten am Tisch und der Änderungswunsch des Kunden kann sofort diskutiert, verstanden und dokumentiert werden. Bereits am nächsten Tag beginnt die Umsetzung des Kundenwunsches.

KLASSISCH: In einem nicht agilen Arbeitsumfeld muss der Kunde erst einen umfassenden, schriftlichen Änderungsantrag stellen. Dieser wird zunächst vom Projektleiter geprüft. Anschließend wird er mit den Experten besprochen. Der Projektleiter gibt dem Kunden Rückmeldung. Bis der Wunsch des Kunden umgesetzt ist verstreicht viel Zeit, indirekte Kommunikation birgt Fehlerquellen bei der Übermittlung und der Änderungswunsch kostet den Kunden durch die höheren Abstimmungsaufwände mehr Geld. Mit der Umsetzung wird erst nach einer Woche begonnen.

Agil vs. Klassisch: Beispiel des Abstimmungsweges

Herausforderungen agiler Arbeitswelten

Eine agile Arbeitswelt oder ein agiles Unternehmen muss agiles Arbeiten jedoch erst einmal abbilden können. Das verlangt Know-How hinsichtlich der Auswirkung der Veränderung auf die Organisationsstruktur. Entscheidend ist auch das Verständnis für die Menschen im Unternehmen. Ihre bisherige Arbeitsweise, Ihre Stärken und Treiber. Agil heißt nicht desto schneller, desto besser. Agil heißt auch nicht ohne jede Dokumentation und Führung. Im Gegenteil, erst wer es schafft eine agile aber besonnen geführte und strukturierte Arbeitswelt zu schaffen hat das eigentliche Ziel erreicht.

Bei diesen Herausforderungen stehe ich Ihnen als Trainerin und Agile Coach mit Methoden und Erfahrung gern zur Seite. Dabei trainiere ich agile Methoden, helfe Mitarbeitern und Führungskräften im Daily Doing und berate Unternehmer, die sich fragen ob agile Methoden in Ihrem Business zur Anwendung finden können.